Historie

Vereinsgeschichte

Am Dienstag, den 23.11.1971 fand im Hotel Balzer die Gründungsversammlung des Tennisvereins TC Blau-Weiß Delbrück statt. In  die Teilnehmerliste trugen sich insgesamt 13 Tennis-Interessierte ein. Der neu gegründete Verein wurde schon bald von dem in der Gründungsversammlung gewählten ersten Vorsitzenden Ludwig Fletscher und seinem Stellvertreter Michael Timmer zum Vereinsregister angemeldet und eingetragen. Wie sich aus dem Gründungsprotokoll ergibt, stand dem Verein lediglich ein Tennisplatz an der Schule in Delbrück-Lippling zur Verfügung. Training sollte darüber hinaus in den  Sporthallen in  Delbrück und Sudhagen durchgeführt werden, wofür  sich  der  erste Vorsitzende des Vereins sehr nachhaltig einsetzte. Durch die beengten Platzverhältnisse war ausdrücklich von einer Beschränkung der Mitgliederzahl auf maximal 40 Personen die Rede. Diese Zahl wurde schon in der nächsten außerordentlichen Generalversammlung vom 22.04.1972 mit über 42 Mitgliedern erreicht.
Links: Einer der ersten Mitgliedskarten des TC Blau-Weiß Delbrück. Rechts: Aktivposten des TC Delbrück und langjährige Mitglieder: Heiner Ahls, Ludwig Fletscher, Christoph Baust, Heinz Müller und Helmut Rodewald.
Schon am 20.06.1972 konnte dann zwischen dem Tennisverein und der Stadt Delbrück ein langfristiger Mietvertrag über das Gelände an der Leipziger Straße / Laumes Kamp für eine Platzanlage beschlossen werden. Es handelte sich dabei im Wesentlichen um die heutigen Plätze 1 und 2. Der Mietvertrag läuft auf 50 Jahre. Während im Jahr 1972 das erste Vereinsturnier zu Pfingsten noch auf dem Tennisfeld der Sonderschule Lippling durchgeführt wurde, konnte bereits in den folgenden Jahren die neue Anlage, bestehend aus zwei betonierten Plätzen (belegt mit Kunststoffmatten) benutzt werden. Ein weiterer asphaltierter Platz kam dann kurze Zeit später hinzu. Die Mitgliederversammlung am 16.03.1974 genehmigte den Kauf des alten Clubhauses, und zwar als so genanntes „Sauerländer-Holz-Haus“, wozu sich der Vorstand kurzfristig entschlossen hatte. Der Kaufpreis, der 25.000 DM betrug, wurde durch eine Umlage der Mitglieder aufgebracht. Da der Verein in den folgenden Jahren auf über 170 Mitglieder anwuchs, wurde in der Generalversammlung vom 07.03.1976 auf Vorschlag des Vorstandes beschlossen, drei neue Aschenplätze entlang des Haustenbaches zu bauen. Die Kosten des Neubaus sollten sich auf ca. 90.000 DM belaufen. Der ebenfalls vom Vorstand geplante und in Vorschlag gebrachte Neubau einer Tennishalle wurde durch die Versammlung zurückgestellt; eine Einigung konnte nicht erzielt werden. In der Mitgliederversammlung vom 26.02.1978 wurde anstelle von Ludwig Fletscher, der von seinem Posten zurücktrat, Albert Wilmes als neuer erster Vorsitzender gewählt. Am 11.03.1979 zählte der Verein 195 Mitglieder. ES nahmen jeweils drei Damen- und drei Herrenmannschaften an den Pönsgen- und Medenspielen teil.
Die Damenmannschaft aus dem Jahr 1977: Stehend von links: Uschi Amkreutz, Heidelinde Fluhr, Carol Synowzik, Vorne von links: Angelika Röper, Waltraud Güllenstern, Christel Lämmche, Anneliese Rodewald, Ute Lucas. Die Herrenmannschaft aus dem Jahr 1979: Oben: Heinz Trienens, Hans-Georg Flur, Hanno Lämmche, Norbert Rediker, Josef Bartscher, Hansi Denzer, Unten: Waldemar Freitag, Gerd Brockmann, Manfred Kokel, Heinz Müller.
Am 10.04.1980 wurde Christoph Baust zum ersten Vorsitzenden gewählt. Zweiter Vorsitzender wurde Klaus Wölk, als Geschäftsführer wurde Heiner Ahls bestimmt. Im gleichen Jahr wurden die Hartplätze 1 bis 3 des Vereins zu Aschenplätzen umgebaut, damit zum 10jährigen Jubiläum des Vereins für alle Mitglieder entsprechende und ausreichende Spielmöglichkeiten bestanden. Zu einem Ereignis besonderer Art entwickelte sich im folgenden Winter das Stadttennisfest, das der Tennisverein im Waldkrug ausrichtete. Zu diesem Fest wurde die Kapelle „Fly by Night“ verpflichtet, die einen ganz erheblichen Anteil am großartigen Gelingen dieses Festes hatte. Es wurde bis in die frühen Morgenstunden getanzt. Bereits seit 1983 beschäftigte sich der Vorstand intensiv mit dem Bau eines neuen Clubhauses. Die Planung wurde in der außerordentlichen Mitgliederversammlung vom 01.12.1984 vorgestellt. Von den 66 anwesenden Mitgliedern stimmten 43 für den Clubhausneubau, 5 Stimmen enthielten sich und 18 Stimmten waren dagegen. Daraufhin wurden sofort die öffentlichen Mittel beim Regierungspräsidenten beantragt und der Clubhausneubau konnte im Herbst 1986 begonnen werden. Hervorzuheben ist an dieser Stelle, dass der genaue Standort des Clubhauses erst im letzten Moment festgelegt wurde, da zu diesem Zeitpunkt mit Hilfe der Flurbereinigung in Soest die Stadt Delbrück das Gelände erwerben konnte. Zum Zeitpunkt der Generalversammlung am 16.11.1986 waren bereits der Keller, die Grundmauern und die Erdgeschossdecke in Eigenleistung erstellt. Die Fertigstellung des Clubhauses erfolgte 1987.
Links: Einweihung des neuen Clubhauses im Jahr 1987. Mitte: Bau der Berieselungsanlage auf den Plätzen 1-3 im Jahr 1992. Rechts: Besuch der Tennisfreunde aus Ronqc im Jahr 1993.
1992 erfolgte wiederum ein Wechsel im Vorstand. Neuer erster Vorsitzender wurde Heiner Ahls, der bisherige Geschäftsführer Rudi Becker wurde zweiter Vorsitzender und Joschi Hanschmidt Geschäftsführer. Der Vorstand hatte sich gleich zu Beginn seiner Tätigkeit vorgenommen, eine Berieselungsanlage für die sechs Plätze zu erstellen. Dieses gestaltete sich schwieriger als zunächst angenommen, konnte jedoch letztendlich mit Erfolg fertig gestellt werden. Sportlich besonders erfolgreich im TC Blau-Weiß Delbrück war die erste Herrenmannschaft, bestehend aus den Spielern Meinolf und Werner Fletscher, Hubert und Heinz Müller, Diethelm Amkreutz, Harry Jüde und Hans Dirkmorfeld, denen es in dieser Zeit dreimal hintereinander gelang, aufzusteigen. Nach dieser Aufstiegsserie spielte die erste Herrenmannschaft in der Bezirksliga. Den größten Einzelerfolg gab es in der Bambino-Klasse: Hier holte Josef Bartscher die Ostwestfalen-Meisterschaft. Eine Vereinsattraktion war auch die alljährliche Ausspielung des Delbrücker „Katharinenpokals“. Im Aufgebot standen namhafte Spielerpersönlichkeiten wie der Ostwestfalenmeister Lothar Gockel aus Horn und Peter Kaiser aus Paderborn, späterer Coach der Davis-Cup-Mannschaft von Luxemburg. Wie die Stadt Delbrück mit der französischen Stadt Ronqc, sind auch beide Tennisvereine sehr eng miteinander verbunden. Seit einigen Jahren werden gegenseitige Besuche mit Freundschaftsspielen durchgeführt, die bei allen Beteiligten begeisternde Zustimmung gefunden haben. Es gibt aber auch Zeitgenossen, die ihre Wut oder Unlust nicht am gelben Filzball auslassen, sondern an Gegenständen, die ihnen nicht gehören. Auf Platz drei wurden mit einem Mofa oder einem ähnlichen Gefährt gefahren wurden und dem Platz somit gravierenden Schaden zugefügt. Außerdem wurde am Clubhaus die Pergola stark beschädigt, weiterhin wurden Lampen, Uhren und der Lautsprecher demoliert sowie Rollläden eingedrückt. Diese Vorfälle waren Grund genug dafür, um mit der Stadt Gespräche über eine geschlossene Anlage zu führen. Das Ergebnis: Seit 1997 ist das Tennisgelände mit Zäunen und verschließbaren Toren vor dem Zutritt von Unbefugten gesichert.
Links und Mitte: Beschädigungen der Pergola am Clubhaus sowie auf Platz drei im Frühjahr 1996. Rechts: Ehrung der Jubilare zum 25jährigen Vereinsjubiläum.
Im Juni 1996 wurde das 25jährige Jubiläum des TC Blau-Weiß Delbrück im Festsaal am Laumes Kamp gebührend gefeiert. Vor zahlreichen geladenen Gästen, wie beispielsweise dem Bürgermeister der Stadt Delbrück, Meinolf Päsch, und dem Vorsitzenden des Kreistennisverbandes Herchenbach, wurden zudem die Mitglieder der ersten Stunde für ihre 25jährige Vereinszugehörigkeit geehrt. Im Jahr 2000 konnte der TC Blau-Weiß Delbrück einen weiteren großen Erfolg verzeichnen. Die erste Damen- und auch die erste Herrenmannschaft sicherten sich die Kreismeisterschaft und schafften gleichzeitig den Aufstieg in die zweite Bezirksklasse. Zum 30jährigen Jubiläum im Jahr 2001 richtete der Tennisclub Delbrück ein weiteres Mal die Stadtmeisterschaften aus. In einer kleinen Feierstunde vor geladenen Gästen am Endspieltag hielt der erste Vorsitzende Heiner Ahls einen Rückblick auf die Vereingeschichte und beschrieb die erfolgreiche Entwicklung des Delbrücker Tennisvereins. Nach spannenden und zum Teil hochklassigen Endspielen gelang des dem TC Ostenland, die Städtewertung der Erwachsenen knapp vor Delbrück zu gewinnen. Ein Jahr später bei den Stadtmeisterschaften in Sudhagen konnte jedoch konnte der TC Delbrück den Spieß umdrehen und letztmalig den begehrten Pokal der besten Stadt mit nach Hause nehmen.
Links: Aufstieg der ersten Damen- und Herrenmannschaft im Jahr 2000. Mitte und Rechts: Ausrichtung der Stadtmeisterschaften zum 30jährigen Vereinsjubiläum mit geladenen Gästen und den Siegern der Erwachsenen-Wettbewerbe.
Die folgenden Jahre waren gekennzeichnet von einem Rückgang der Mitgliederzahlen. Als eine Folge gibt es seit 2006 keine erste Herrenmannschaft mehr. Nach dem Abstieg der Herren aus der 2. Bezirksklasse im Sommer 2005 entschied sich die Mannschaft, ab der folgenden Saison bei den "Herren 30" zu starten. Hier konnte die Mannschaft direkt in ihrer ersten Saison den Aufstieg in die 2. Bezirksklasse feiern, in der sie sich bis heute erfolgreich gehalten hat. In derselben Saison schaffte auch neben den neu gegründeten „Damen 30“ (Aufstieg in die 1. Kreisklasse) die 1. Damenmannschaft (Aufstieg in die 1. Bezirksklasse) den Sprung in die nächst höhere Spielklasse. Als eine weitere Konsequenz auf die rückläufigen Mitgliederzahlen wurde in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im August 2008 beschlossen, den Platz 1 an die Stadt Delbrück bzw. den Fußballclub SC Delbrück abzutreten. Im gleichen Zug werden die Plätze zwei und drei um 90° gedreht und komplett neu aufgesetzt. Die Fertigstellung der „neuen“ Plätze eins und zwei erfolgte passend zur Saison 2009. 2010 feierten die Damen 30 mit dem Aufstieg von der Kreis- in die Bezirksklasse einen tollen Erfolg. Im folgenden Jahr stand das 40jährige Jubiläum des TC Delbrück an. Zu Beginn des Jahres wurde Robert Pamme zum neuen Vorsitzenden des geschäftsführenden Vorstands gewählt. Er löste Werner Pasel ab, der lange Zeit die Geschicke des Vereins geleitet hatte. Als eine der Neuerungen in diesem Jahr ist sicherlich die Einführung eines neuen Vereinslogos zu nennen. Im Juni erreichten die Herren 30 den Gruppensieg in der Bezirksklasse, verzichteten aber auf den Aufstieg. Im September 2011 richtete der TC Delbrück erneut die Stadtmeisterschaften aus. Das neue Konzept des Turniers (erstmals konnte man LK-Punkte sammeln, alle Matches - auch die Vorrundenspiele - wurden auf der Anlage des Gastgebers ausgerichtet) erwies sich als großer Erfolg. Passend dazu konnte Delbrück die Städtewertungen der Jugendlichen und Erwachsenen gewinnen. Zum Abschluß dieses erfolgreichen Jahres wurde im Dezember das 40jährige Vereinsjubiläum auch offiziel mit über 70 geladenen Gästen im Gasthof Appelkrug gefeiert.
1. Bild von links: Blick auf die neugestalteten Plätze 1 und 2. Bild daneben: Der Vorstand mit dem neuen Vereinslogo. 3. Bild von links: Die Siegerinnen und Sieger der Stadtmeisterschaften 2011 der Jugendlichen. Bild rechts: Jubiläumsfeier zum 40jährigen Vereinsjubiläum im Gasthof Appelkrug.
Im vergangenen Jahr 2013 konnte der TC Delbrück wieder eine erfolgreiche Saison verbuchen: Die Damen 40, hervorgegangen aus der Damen 30, wurden in der Winterrunde 2012/2013 Bezirksmeister und durften daher im folgenden Winter in der OWL-Liga antreten. Die neugegründeten Herren 40 (hervorgegangen aus Teilen der Herren 30) wurden im Juni ebenfalls Bezirksmeister und treten damit im Sommer 2014 in der Bezirksliga an.